gewobau Tiny Forests trotzen dem Sommer

Blick auf den ersten Tiny Forest der gewobau
Sie dienen dem lokalen Ökosystem als Kohlenstoffspeicher, unterstützen das Mikroklima vor Ort und bieten eine hohe Artenvielfalt: die Tiny Forests der gewobau. Drei Mini-Wälder hat die gewobau seit 2023 gemeinsam mit dem Fachverband Miya e.V. (Verband zur Förderung der Miyawaki-Methode e.V.) an verschiedenen Liegenschaften der gewobau angepflanzt.

Der erste Mini-Wald in der Paul-Ehrlich-Strasse macht bereits trotz der sehr heissen Temperaturen seinem Namen alle Ehre. Vor Ort sieht man einen halbhohen dichten Bewuchs von verschiedenen Bäuumen, Gehölzen und Sträuchern. Noch bieten sie keinen hohen Schatten, aber sie zeigen sich recht robust bei den heissen Temperaturen.
Im November 2023 wurden auf der 280 Quadratmeter großen Fläche an den Wohngebäuden 760 einzelne Bäume und Sträuucher, drei bis vier Einzelpflanzen pro Quadratmeter, mit den Kindern der benachbarten Kita gepflanzt. Seitdem ist die mit hölzernem Staketenzaun geschützte Fläche sich selbst überlassen, ohne Bewirtschaftung und eigene Pflegemaßnahmen.
Die verschiedenen Arten wie Rotbuche, Hainbuche, Traubeneiche, Stieleiche, Esche, Bergahorn aber auch Kirsche, Himbeeren und andere mussten sich wie im großen Urwald behaupten. Die Konkurrenz der verschiedenen Pflanzen, deren Auswahl sich an der potenziell natürlichen Vegetation (PNV) orientiert, um Licht und Wasser, soll gemäss der Miyawaki-Methode Stärke und stabileres Wachstum bringen.
Das Areal wird von den gewobau Verantwortlichen und den Beteiligten vom Verein Miya e.V. regelmäßig beobachtet. Zuletzt wurde dort vor kurzem auch eine Insektenbeobachtung im Blaulichtzelt durchgeführt. Die Messung soll belegen, dass der Mini-Wald genügend Nahrung und Unterschlupf für Insekten und Schmetterlinge bietet.

Der Tiny Forest in der Lenbachstraße ist schon gut gewachsen
Schon jetzt kann festgehalten werden, dass die Natur auch im städtischen Umfeld für sich selbst sorgen kann. Und das trotz der spürbar heißeren Sommer der letzten Jahre, betont Jochen Meißner vom Bereich Aussenanalgen der gewobau. Die Fachleute zeigen sich zuversichtlich, dass das Projekt Tiny Forest auch weiterhin für das Mikroklima im Quartier Wirkung zeigt. In jedem Fall werden die Beobachtungen vor Ort für die Weiterentwicklung der Methode Miyawaki genutzt und geben uns zudem wertvolle Hinweise für die Grünplanung unserer Außenanlagen betont der gewobau-Fachmann.

Der jüngste Tiny Forest in der Spitzwegstraße
Die Tiny Forests der gewobau sollen zeigen, ob sie für die Stadtumgebung tauglich sind. Die beiden weiteren noch sehr jungen Tiny Forest in Haßloch-Nord zeigen auch Bewuchs, hier wird aber geprüft, ob die heißen Sommer für die Jungpflanzen Spuren hinterlassen haben.

