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Neues Kunstwerk im Malerviertel Haßloch-Nord 2026

Geschäftsführer Torsten Regenstein und Juryvorsitzender Karl-Heinz Becker mit dem Modell des "Rübezahl"

Geschäftsführer Torsten Regenstein und Juryvorsitzender Karl-Heinz Becker mit dem Modell des "Rübezahl"

Nach der öffentlichen Übergabe des Kunstwerkes „Die Insel des Pan“ vor wenigen Wochen wurde für das Malerviertel in Haßloch-Nord nun ein weiteres künstlerisches Highlight ausgewählt. Auf der Wiese/Grünfläche am neuen Wohngebäude Moritz-von-Schwind 27 wird spätestens im Frühjahr des nächsten Jahres 2027 der gute Berggeist „Rübezahl“ einziehen. Im Rahmen des Kunstwettbewerbs 2026 wurden sieben Entwürfe eingereicht. Zwei davon kamen in die engere Auswahl. Nach ausführlicher Diskussion sprach sich die Jury schließlich für die Arbeit Rübezahl aus. Nach Öffnen der Verfassererklärung wurde der Künstler Quirin Bäumler aus Berlin Urheber bekannt gegeben.

Die Arbeit nimmt Bezug auf das berühmte „Rübezahl“-Gemälde (1836) des Malers Moritz von Schwind von (1804-1871), ein Vertreter der Spätromantik im 19. Jahrhundert. Im Zentrum des Werks steht eine lebensgroße Figur des Riesen „Rübezahl“ in Mönchskutte und wehendem Bart aus dem Märchen des Berggeistes „Rübezahl“. Gefasst ist die schreitende Figur wie auf dem Originalgemälde in einer Berglandschaft. „Rübezahl“ und die Landschaft sind dabei in farbig gemalter Form auf einem gebogenem Diorama-ähnlichen Flachrelief in Höhe von 2,70 m auf einer Breite von 2,50 m dargestellt. Die Rückseite des Gesamtreliefs bleibt monochrom grau und ähnelt als Silhouette einem Scherenschnitt, wie er zur Zeit des Malers Moritz von Schwind beliebt war. Drei Findlinge werden als Sitzgelegenheit für die Interessierten das Gesamtkunstwerk vervollständigen. Die Installation wird so ausgeführt, dass eine stimmungsvolle Atmosphäre mit den vorhandenen straßenprägenden großen Bäumen auf der Liegenschaft entsteht. So wird eine unmittelbare Verbindung zwischen Kunstwerk und Betrachtern geschaffen. Das Flachrelief wird sicherheitsgerecht in einem Fundament verankert.

Die Jurybegründung:
Die Arbeit erfüllt die in der Ausschreibung geforderten Kriterien. Das lebensgroße, nach innen gebogene Halbrelief mit der Figur des Rübezahl entwickelt eine starke räumliche Präsenz und vermittelt die zugrunde liegende erzählerische Idee unmittelbar und anschaulich. Besonders hervorzuheben ist die dialogische Ausrichtung zur Umgebung: Durch die Lage gegenüber des Kindergartens entsteht ein zusätzlicher inhaltlicher Bezug. Die märchenhafte Figur des Rübezahl kann hier als niedrigschwelliger Anknüpfungspunkt für kindliche Fantasie und Erzählung von Geschichten wirken und so spielerisch Wahrnehmung und Imagination fördern. Auch in der Materialwahl und technischen Umsetzung überzeugt der Entwurf. Geschäftsführer Torsten Regenstein zeigt sich erfreut über die Wahl: „Mit dem Rübezahl entstehe ein Werk, das optisch einen starken Akzent setze und sehr anschaulich die Welt des Märchens gerade auch mit Blick auf die Kinder der benachbarten Kindertagesstätte wiedergebe. „Wir freuen uns auf die Umsetzung und die Wirkung, die das Kunstwerk im Quartier entfalten wird.“

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