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Sommertour: Oberbürgermeister informiert sich über energetische Sanierungen der gewobau

gewobau Geschäftsführer Torsten Regenstein, OB Patrick Burghardt und gewobau Abteilungsleiter Lian Moiba auf dem Dach des modernisierten Wohnhochhauses im Borngraben

gewobau Geschäftsführer Torsten Regenstein, OB Patrick Burghardt und gewobau Abteilungsleiter Lian Moiba auf dem Dach des modernisierten Wohnhochhauses im Borngraben (v.l.n.r.)

Energetische Quartiersentwicklung und Modernisierung des Bestands im Mittelpunkt des Besuchs

Rüsselsheim am Main, 28. September 2026 – Wie kann der Wohnungsbestand Schritt für Schritt energetisch modernisiert und zugleich die Qualität ganzer Quartiere verbessert werden? Dieser Frage widmete sich Oberbürgermeister Patrick Burghardt bei seiner zweiten Sommertour in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der gewobau Rüsselsheim. Gemeinsam mit gewobau Geschäftsführer Torsten Regenstein und Lian Moiba, Abteilungsleiter Technische Abteilung Service, besichtigte er mehrere energetische Sanierungsprojekte im Berliner Viertel, im Hasengrund und im Dicken Busch I.

Im Mittelpunkt standen bereits abgeschlossene energetische Modernisierungen sowie die langfristige Entwicklung des Bestands. Die vorgestellten Maßnahmen umfassen Investitionen von insgesamt rund 18 Millionen Euro und reichen von der energetischen Modernisierung einzelner Gebäude bis zur über mehrere Jahre angelegten Quartiersentwicklung.

Energetische Quartiersentwicklung im Berliner Viertel und Hasengrund

In der Berliner Str. 36-40 wurde in diesem Jahr ein viergeschossiger Gebäuderiegel energetisch modernisiert. Das 24 Wohnungen umfassende Bestandsgebäude erhielt unter anderem ein Wärmedämmverbundsystem an den drei noch ungedämmten Gebäudeseiten. Hinzu kamen die Erneuerung von Treppenhaus- und teilweise Wohnungsfenstern, neue Hauseingangs- und Kellertüren sowie Glasvordächer. Auch die Freiflächen wurden neugestaltet.

Mit den Maßnahmen verbesserte sich die Energieeffizienzklasse des Gebäudes von E auf C. Gleichzeitig sinken die jährlichen CO2-Emissionen von 54.047 auf 38.078 Kilogramm. Das entspricht einer Reduktion von rund 30 Prozent beziehungsweise rund 16 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Modernisierung ist Teil einer langfristigen Quartiersentwicklung im Berliner Viertel: bis Mitte der 2030er Jahre soll der dortige Bestand der gewobau schrittweise energetisch saniert werden.

Auch im Hasengrund setzt das städtische Wohnungsbauunternehmen die energetische Modernisierung seines Bestandes stetig fort: Im Hasengrund 70-72 hat die gewobau 2024 zwei Bestandsgebäude mit jeweils 30 Wohnungen umfassend energetisch ertüchtigt. Neben der energetischen Sanierung der Gebäudehülle wurden die Heizungsanlagen erneuert und von Gas auf Luft-Wasser-Wärmepumpen umgestellt. Ergänzend wurden Photovoltaik-Module auf den Freiflächen der Dächer installiert und die Fenster ausgetauscht. Dadurch konnte der Aufstieg von Energieeffizienzklasse E in A+ erreicht werden.

Die jährlichen CO2-Emissionen konnten dabei von 212.432 auf 71.656 Kilogramm reduziert werden – eine Einsparung von rund 66 Prozent beziehungsweise rund 141 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Quartiersentwicklung wird 2027 mit der energetischen Modernisierung von weiteren Gebäuden im Hasengrund fortgesetzt.

Wohnhochhaus im Dicken Busch I umfassend saniert

Ein weiteres Beispiel für die Wirkung umfassender energetischer Sanierung ist das Wohnhochhaus am Borngraben 40. Die Modernisierung des 13-geschossigen Gebäudes mit 48 Wohnungen und zwei Kellergeschossen wurde im August 2024 abgeschlossen. Die Gebäudehülle wurde nach KfW100-Standard energetisch modernisiert. Unter anderem wurden ein Wärmedämmverbundsystem angebracht, Fenster und Rollladenkästen ausgetauscht, die Heizungsanlage erneuert sowie Kellerdecke und Dach gedämmt. Der Energieverbrauch konnte nach Abschluss der Sanierung um 71 Prozent reduziert werden. Die Energieeffizienzklasse verbesserte sich von F auf B. Gleichzeitig sanken die jährlichen CO2-Emissionen von 135.326 auf 42.669 Kilogramm. Damit werden jährlich rund 68 Prozent beziehungsweise rund 92 Tonnen CO2 eingespart.

Langfristige Investition in Wohnungsbestand

Oberbürgermeister Patrick Burghardt unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Investitionen: „Die energetische Sanierung des Wohnungsbestands ist eine langfristige Aufgabe. Die gewobau zeigt mit ihren Projekten, wie sich mehr Energieeffizienz, die Aufwertung bestehender Gebäude und die Entwicklung ganzer Quartiere miteinander verbinden lassen. Dieses Engagement trägt dazu bei, dass unsere Wohnquartiere auch langfristig attraktiv und lebenswert bleiben sowie klimaresistent werden.“

Auch gewobau Geschäftsführer Torsten Regenstein verweist auf die langfristige Perspektive: „Die kontinuierliche energetische Sanierung unseres Bestands ist eine wichtige Aufgabe, die wir über viele Jahre verfolgen. Derzeit ist bereits mehr als 60 Prozent unseres Bestands modernisiert. Die aktuellen Projekte zeigen, warum es notwendig ist, langfristig zu denken: Neben der Modernisierung einzelner Gebäude müssen wir auch ganze Quartiere Schritt für Schritt energetisch weiterentwickeln. So verbinden wir Klimaschutz mit der nachhaltigen Sicherung und Aufwertung unseres Wohnungsbestands. Für unsere Mieter bedeutet das eine Reduzierung bzw. Stabilisierung der Heizkosten bei korrektem Heiz- und Lüftungsverhalten.“

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